Armaturenanbieter

Armaturenanbieter stemmen sich gegen Corona-Krise

Die weltweite Konjunkturabschwächung im Zuge der Corona-Krise trifft die deutsche Industriearmaturenbranche zu einem Zeitpunkt, der Schlimmeres verhindert. Denn im Januar und Februar wurde noch ein gutes Umsatzplus von 6 Prozent eingefahren. Das berichtet der VDMA Fachverband Armaturen. Die Armaturenanbieter arbeiten derzeit mit großem Engagement daran, das Infektionsrisiko im eigenen Unternehmen, für Kunden und Zulieferer zu minimieren – und gleichzeitig die Lieferfähigkeit aufrechtzuerhalten.
 
Begonnen hatte das Jahr für die deutschen Armaturenunternehmen positiv. Das Inlandsgeschäft lag laut VDMA Fachverband Armaturen sogar um 25 Prozent über dem relativ schwachen Vorjahresergebnis. Der Auslandsumsatz war jedoch mit minus 4 Prozent rückläufig. Die Auftragsbücher waren zuletzt noch recht gut gefüllt.
Begonnen hatte das Jahr für die deutschen Armaturenunternehmen positiv. Das Inlandsgeschäft lag laut VDMA Fachverband Armaturen sogar um 25 Prozent über dem relativ schwachen Vorjahresergebnis. Der Auslandsumsatz war jedoch mit minus 4 Prozent rückläufig. Die Auftragsbücher waren zuletzt noch recht gut gefüllt.
Die Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche stellen die in der Corona-Krise dringend benötigte Grundversorgung mit Arzneimitteln, Medizinprodukten, Betäubungsmitteln, Hilfsmitteln, Labordiagnostik, Schutzausrüstung und Desinfektion sicher.
Die Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche stellen die in der Corona-Krise dringend benötigte Grundversorgung mit Arzneimitteln, Medizinprodukten, Betäubungsmitteln, Hilfsmitteln, Labordiagnostik, Schutzausrüstung und Desinfektion sicher.

Abschwächung zeigt sich mit Verzögerung
„Vor dem Hintergrund des schwächeren Weltwirtschaftswachstums sowie der Industrierezession in Deutschland können die Industriearmaturenhersteller mit der Entwicklung zum Jahresauftakt zufrieden sein“, fasst Wolfgang Burchard, Geschäftsführer des VDMA Fachverbands Armaturen, die aktuelle Lage zusammen. „Da einige Abnehmerbranchen sich aber bereits jetzt im Krisenmodus befinden, spricht leider vieles dafür, dass die Branche im Jahresverlauf von den Auswirkungen der Corona-Krise stark betroffen sein wird“, warnt Burchard. Die konkreten Auswirkungen des Coronavirus sind zwar noch nicht absehbar, lassen aber die Inlandskonjunktur und die Exportaussichten für sämtliche Industriebranchen einbrechen.

„Die zuletzt etwas schwächer tendierende Auftragslage lässt darauf schließen, dass sich die Konjunkturabschwächung mit einiger Verzögerung in der Industriearmaturenbranche bemerkbar macht. Mit stärkeren Rückgängen rechnen wir insbesondere im zweiten Halbjahr. Vor diesem Hintergrund erwarten wir aktuell für 2020 ein Umsatzminus im oberen einstelligen Bereich“, prognostiziert der VDMA-Fachverbandsgeschäftsführer.

Die einzelnen Produktgruppen entwickelten sich in den ersten beiden Monaten 2020 wie schon im Vorjahr recht unterschiedlich. Während Regel- sowie Sicherheits- und Überwachungsarmaturen um 31 beziehungsweise 16 Prozent zulegten, schrumpfte der Umsatz mit Absperrarmaturen um 10 Prozent. In allen drei Segmenten lief das Auslandsgeschäft schlechter als das Inlandsgeschäft. Bei Absperrarmaturen schrumpfte der Auslandsumsatz sogar um 21 Prozent, so dass insgesamt trotz des Wachstums von 10 Prozent im Inland ein Rückgang verbucht wurde.
Auch die Armaturenanbieter achten sehr streng darauf, dass das Infektionsrisiko im eigenen Unternehmen sowie für Kunden und Zulieferer minimiert wird.
Auch die Armaturenanbieter achten sehr streng darauf, dass das Infektionsrisiko im eigenen Unternehmen sowie für Kunden und Zulieferer minimiert wird.

Einige Branchen sind systemrelevant
Auch wenn die Corona-Krise die Unternehmen belastet, gelingt es vielen Armaturenanbietern dennoch, bei regelmäßigem Betrieb ihre Kunden zu beliefern. Kommt es zu Produktionseinschränkungen oder -ausfällen bei einzelnen Lieferanten, werden vorhandene Lagerbestände genutzt oder Alternativen gesucht. Mancher Anbieter sieht sich in der Pflicht, seinen Betrieb aufrechtzuerhalten, um beispielsweise zu einer sicheren Wasserversorgung beizutragen. Armaturenhersteller, die die Branchen Pharma, Chemie, Medizin und Lebensmittel beliefern, werden weiterhin stark benötigt. Was die entsprechenden Armaturen unverzichtbar macht.

Von daher ist es folgerichtig, dass der Verband der Chemischen Industrie (VCI) und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) die Chemie- und Pharmaindustrie als systemrelevant einstufen. Die Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche stellen die in der Corona-Krise dringend benötigte Grundversorgung mit Arzneimitteln, Medizinprodukten, Betäubungsmitteln, Hilfsmitteln, Labordiagnostik, Schutzausrüstung und Desinfektion sicher. Klar ist aber auch, dass zahlreiche Armaturen die dazugehörige Lieferkette ganz wesentlich mit aufrechterhalten. Das ergibt den so wichtigen Schulterschluss zwischen den einzelnen Unternehmen der Lieferkette.
Die Branchen Pharma und Chemie sind auch während der Corona-Krise systemrelevant. Entsprechend werden Armaturen für diese Industrie benötigt.
Die Branchen Pharma und Chemie sind auch während der Corona-Krise systemrelevant. Entsprechend werden Armaturen für diese Industrie benötigt.
 

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