Food-Branche

Food-Branche bleibt attraktiv für Armaturenanbieter

Zuversichtlich zeigt sich im Oktober die Stimmungslage bei den Lebensmittelherstellern. Die Einschätzung der eigenen Geschäftslage fiel weiter sehr positiv aus. Die Branche dürfte sich also als zuverlässiger Abnehmer von hochwertigen Armaturen erweisen.
 
Die Herausforderungen bei der Fertigung von Armaturen in der Nahrungsmittelindustrie sind beispielsweise mit Blick auf Hygiene vielfältig sind – und die Anforderungen steigen gar. Aber die Branche bleibt lukrativ. Denn mit Investitionen in die Entwicklung von effizienten und aseptischen Armaturen kann ein attraktiver Markt abgeschöpft werden. Die Nachricht, dass sich die Ernährungsindustrie konjunkturell als stabil erweist, ist also für Armaturenanbieter eine gute Nachricht.

Lebensmittelproduktion ausgebaut
Allerdings musste die deutsche Ernährungsindustrie im August 2019 einen moderaten Umsatzrückgang hinnehmen. Insgesamt erwirtschaftete die Branche 15,2 Milliarden Euro und blieb damit um 0,8 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Das berichtet die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) in ihrem jüngsten Konjunkturreport 10-19.

Sowohl das Inlandsgeschäft als auch der Export entwickelten sich gleichermaßen negativ. Insgesamt wurden im August Lebensmittel im Wert von 5,1 Milliarden Euro exportiert, das entspricht einem wertmäßigen Rückgang um 0,4 Prozent im Vorjahresvergleich, so der BVE weiter. Die Entwicklung ist auf einen mengenmäßigen Rückgang zurückzuführen, während die Verkaufspreise im In- und Ausland anstiegen. So stiegen die Verkaufspreise im Inland um 1,5 Prozent, im Ausland um 2,1 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Lebensmittelproduktion hingegen konnte ausgebaut werden, der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex stieg um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Die Food-Branche – wie hier die Produktion von Käse – ist von hygienesensiblen Prozessen und Verfahren geprägt.
Die Food-Branche – wie hier die Produktion von Käse – ist von hygienesensiblen Prozessen und Verfahren geprägt.

Steigende Rohstoffkosten
Die Agrarrohstoffkosten sind einer der größten Kostenfaktoren für die Lebensmittelproduktion. „Vor allem steigende Rohstoffkosten sind eine zusätzliche Belastung für die Unternehmen und wirken sich mittelfristig auf die Verbraucherpreise aus“, erklärt der BVE. Die Preisentwicklung an den globalen Agrarrohstoffmärkten resultiert aus den Angebots- und Nachfrageschwankungen. Im September 2019 stieg der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel um 1,0 Punkte auf einen Indexwert von 87,0 Punkten. Im Vorjahresvergleich bedeutete dies einen Anstieg um 4,4 Prozent.

Hohlräume, Spalten, Ecken und Toträume sind so gering wie möglich zu halten, denn Produktionsrückstände fördern Korrosion oder Bakterienwachstum.
Hohlräume, Spalten, Ecken und Toträume sind so gering wie möglich zu halten, denn Produktionsrückstände fördern Korrosion oder Bakterienwachstum.

Einschätzung „weiterhin positiv“
Der monatlich erscheinende ifo-Geschäftsklimaindex ist ein Indikator für die Stimmung und Erwartungen der Ernährungsindustrie. Im Oktober 2019 zeigte sich die Stimmungslage bei den Lebensmittelherstellern weiterhin zuversichtlich, auch wenn der Saldo des Geschäftsklimas um 2,7 Punkte gegenüber dem Vormonat auf insgesamt 11,1 Punkte sank. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hatte sich das Geschäftsklima ebenfalls leicht verringert. Die Einschätzung der eigenen Geschäftslage fiel weiterhin sehr positiv aus. Sowohl die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten als auch die Entwicklung der Verkaufspreise wurden jedoch schlechter eingeschätzt als noch im Vorjahr.

„Nachhaltiger Genuss“
Für die Stimmungslage bei den Verbrauchern ist das GfK Konsumklima ein wichtiger Indikator. Der Index stieg im Oktober 2019 um 0,1 Punkte auf einen Saldo von insgesamt 9,8 Punkte. Damit ist der Index seit Februar 2019 erstmalig wieder angestiegen.

Die Stimmung der Verbraucher zeigte dabei in die andere Richtung: Sowohl die Konjunkturerwartung, die Anschaffungsneigung als auch die Einkommenserwartung gingen leicht zurück. Aufgrund der anhaltenden stabilen Situation am Arbeitsmarkt steht für die Konsumenten jedoch auch weiterhin der nachhaltige Genuss im Alltag im Fokus. Besonders höherwertige Qualitätslebensmittel werden weiterhin stark nachgefragt. Ein gemäßigter Preisrückgang stützt diesen Trend. So sanken die Lebensmittelpreise im Oktober 2019 um 0,2 Prozent, die allgemeinen Verbraucherpreise hingegen hielten sich konstant auf dem Niveau des Vormonats. Im Vorjahresvergleich konnte ein leichter Preisanstieg von 1,1 Prozent im Bereich Lebensmittel und 1,2 Prozent der allgemeinen Verbraucherpreise verzeichnet werden.
Die anhaltend stabile Situation am Arbeitsmarkt sorgt dafür, dass der nachhaltige Genuss im Alltag weiterhin gepflegt wird.		Foto: petplei, pixelio.de
Die anhaltend stabile Situation am Arbeitsmarkt sorgt dafür, dass der nachhaltige Genuss im Alltag weiterhin gepflegt wird. Foto: petplei, pixelio.de

Eine sensible Industrie
Um den Bedarf an Lebensmitteln zu decken, müssen der Branche hochwertige Produktionsanlagen angeboten werden. Denn es ist eine sensible Industrie. Mit Blick auf Lebensmittelskandale achtet die Branche mit Argusaufgaben auf die Qualität der Anlagenkomponenten. Medienskandale kann sich kein Unternehmen leisten. Verunreinigte Lebensmittel könnten den Ruf eines Betriebes gefährden oder sogar zu ruinieren.

Die Food-Branche ist also von hygienesensiblen Prozessen und Verfahren geprägt. Die leichte und vollständige Reinigbarkeit aller Teile der Anlagen, Apparate und Komponenten, die direkt im Produktionsprozess montiert sind, ist daher entscheidend. Dies gilt – beispielsweise – auch für Sicherheitsventile, die unter anderem zum Brauen von Bier oder beim Getränkeabfüllen benötigt werden und deren Eintrittsbereich ständig mit dem abzusichernden Medium in Berührung sind. Hohlräume, Spalten, Ecken und Toträume sind so gering wie möglich zu halten, denn Produktionsrückstände fördern Korrosion oder Bakterienwachstum. Hierzu bieten die Armaturenanbieter die geeigneten Komponenten.

Edelstahl in Fertigungsprozessen ist als Werkstoff in den genannten Branchen häufig erste Wahl, da sich der inerte Werkstoff durch eine hohe Korrosionsbeständigkeit aufgrund seiner Passivschicht (Chromoxid) auszeichnet. Ein wirksamer Schutz.

Um den Bedarf an Lebensmitteln zu decken, müssen der Branche hochwertige Produktionsanlagen angeboten werden.
Um den Bedarf an Lebensmitteln zu decken, müssen der Branche hochwertige Produktionsanlagen angeboten werden.

Über 600.000 Beschäftigte
Die Ernährungsindustrie ist mit rund 608.000 Beschäftigten in 6.100 Betrieben der viertgrößte Industriezweig Deutschlands, sie versorgt 82 Millionen Verbraucher mit Lebensmitteln. Mit einer Exportquote von knapp 33 Prozent schätzen zudem Kunden weltweit die Qualität deutscher Produkte. Die Branche ist klein- und mittelständisch geprägt: 90 Prozent der Unternehmen der deutschen Ernährungsindustrie gehören dem Mittelstand an.
 

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