Wintershall Dea und VNG planen Wasserstoff-Projekt

31 August 2021

Wintershall Dea und die VNG AG wollen beim Thema Wasserstoff zukünftig enger zusammenarbeiten und planen in einem ersten Schritt den Bau einer Anlage zur Herstellung von klimafreundlichem „türkisem“ Wasserstoff. Die zwei in Deutschland ansässigen Energieunternehmen haben einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Dabei soll das von dem Unternehmen HiiROC, in das beide Unternehmen erst vor kurzem investiert hatten, angewandte Verfahren der thermischen Methanpyrolyse zum Einsatz kommen und gemeinsam mit dem Anlagenhersteller für einen konkreten Anwendungsfall weiterentwickelt werden. Die Pilotanlage soll nach derzeitigem Plan 2023 in Betrieb gehen und eine nominale Kapazität von 400 Kilogramm Wasserstoff pro Tag haben (gleichbedeutend einer Jahresenergiemenge von knapp 5 GWh). Damit wird die Anlage eine der ersten dieser Art zur Produktion von sogenanntem türkisem Wasserstoff in Deutschland sein. Die Unternehmen sind bereits im Gespräch mit potenziellen Abnehmern für den produzierten Wasserstoff sowie zu einem möglichen Standort in Ostdeutschland.

Bei der Methanpyrolyse wird Erdgas bei hohen Temperaturen in Wasserstoff und festen Kohlenstoff gespalten. Der Wasserstoff kann anschließend als dekarbonisierter Energieträger genutzt werden. Der feste Kohlenstoff hingegen kann als wertvoller Rohstoff in der Industrie zum Einsatz kommen, beispielsweise im Straßen- oder Gebäudebau.

„Um die deutschen und europäischen Klimaziele bis 2050 zu erreichen, ist die zügige Etablierung eines funktionierenden Wasserstoff-Marktes notwendig. Wir wollen Teil der Lösung sein und investieren in zukunftsfähige Projekte“, sagt Hugo Dijkgraaf, Chief Technology Officer bei Wintershall Dea, Europas führendem unabhängigen Gas- und Ölunternehmen. Beide Projektpartner sehen großes Potenzial in der Produktion von Wasserstoff durch Methanpyrolyse.



Wintershall Dea und VNG wollen die Energiewende aktiv unterstützen und haben die Themen Wasserstoff und Dekarbonisierung bereits in ihren langfristigen Konzernstrategien verankert.

Quelle: Wintershall Dea