Festo-Pneumatik für Kläranlagen mit Nereda-Technologie

22 Oktober 2020

Kläranlagen, die bei hoher Reinigungsleistung 75 Prozent weniger Platz als herkömmliche Anlagen beanspruchen, zudem nur 50 Prozent der Energie benötigen und dabei geruchsfrei sind, möchte das patentierte Nereda-Verfahren des Unternehmens Royal HaskoningDHV bieten. Pneumatische Automatisierungstechnik von Festo soll für sichere und exakte Prozessabläufe sorgen.

Die Nereda-Technologie ist laut einer Festo-Pressemitteilung „der neue Standard für die nachhaltige und kostengünstige biologische Behandlung von kommunalem und industriellem Abwasser“. Beim Nereda-Verfahren wachsen die Bakterien, die zur Reinigung des Abwassers verwendet werden, in schnell absetzbaren Granulaten. Alle biologischen Aufbereitungsprozesse finden gleichzeitig in diesen Granulaten statt. Die Nereda-Technologie vereint alle biologischen Behandlungsprozesse in nur einem Behälter, was einen exakten Prozessablauf erfordert.

Festo leistet Unterstützung bei der Auslegung des pneumatischen Gesamtsystems sowie bei Installation und Inbetriebnahme. Für die Druckluftversorgung liefert das Unternehmen aus einer Hand schlüsselfertige Lösungen mit Schaltschränken, Kompressoren, Schlauch und Zubehör. Die Digitalisierung beispielsweise mit dem Festo Motion Terminal „schafft Mehrwert und Transparenz“, so das Unternehmen. Das Festo Motion Terminal VTEM ist ein Ventil, das von Apps gesteuert wird. „Die Motion Apps ermöglichen die Integration vieler Funktionen in einer standardisierten Hardware“, erklärt Festo. Anwender ändern Funktionen einfach per Knopfdruck. Durch integrierte Sensorik sei das Motion Terminal zudem selbstlernend und könne sich autark adaptieren.

Vormontierte Prozessventileinheiten stellen sicher, dass die Komponenten richtig aufeinander abgestimmt sind, erleichtern den Einbau und geben damit Planungssicherheit, betont Festo. Foto: Festo