Neues Gas- und Dampfturbinenkraftwerk für Marl

29 Juni 2020

Mit einem weiteren Großprojekt setzen Evonik und Siemens ihre Partnerschaft bei neuen Kraftwerken fort: Im Juni haben Evonik und Partner Siemens die Verträge für den Bau eines weiteren hocheffizienten Gas- und Dampfturbinenkraftwerks im Chemiepark Marl unterzeichnet. Das Kraftwerk wird ein bestehendes Reservegaskraftwerk vor Ort ersetzen und ergänzt so ein ebenfalls neues Kraftwerk, für das die Bauarbeiten bei Evonik in Marl kürzlich begonnen haben. Das Spezialchemieunternehmen läutet damit konzernweit das Ende der Strom- und Dampferzeugung auf Basis von Steinkohle ein.

Die Bauarbeiten werden noch im Sommer 2020 beginnen, damit beide Kraftwerke 2022 in Betrieb gehen können. Die beiden neuen Anlagen erbringen mit einem Gesamtnutzungsgrad von über 90 Prozent eine Leistung von bis zu 270 Megawatt Strom – was dem Bedarf von ungefähr 750.000 Haushalten entspricht – und können bis zu 660 Tonnen Dampf pro Stunde erzeugen. Alle Kraftwerke im Chemiepark Marl werden künftig im Verbund aus einem zentralen Leitstand betrieben.

Die neue Kraftwerksstruktur ist auf die optimale Versorgung des Standorts mit Dampf ausgelegt. Zudem ermöglicht sie bei Ausfällen und Störungen im öffentlichen Stromnetz für den Chemiepark Marl einen Inselbetrieb – die Kraftwerke können also Anlagen, die auf eine ununterbrochene Versorgung besonders angewiesen sind, selbst mit Strom oder Dampf weiterversorgen.



Modellhafte Darstellung des neuen, hocheffizienten Gas- und Dampfturbinenkraftwerks, das Evonik im Chemiepark Marl in ähnlicher Form errichten wird. Quelle: Evonik