Erneuerbare Energien überholen Kohle

23 Januar 2020

Die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien ist höher als die Stromerzeugung aus Kohle. Insgesamt wurden 2019 fast 243 Milliarden Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen.

„Es ist ein großer Erfolg, dass 20 Jahre nach Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes mit mehr als 42 Prozent mittlerweile mehr Strom aus Erneuerbaren Energien als aus Stein- und Braunkohle in Deutschland erzeugt wird“, erklärt Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) zur vorläufigen Auswertung der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) beim Umweltbundesamt (UBA).

Neben diesem lachenden Auge gebe es laut Peter aber auch ein weinendes. „Ein Masterplan für den eklatanten Einbruch bei der Windenergie an Land im Jahr 2019 wurde immer noch nicht vorgelegt.“ Zudem fehle weiterhin ein Zeit- und Mengengerüst für das Ziel von 65 Prozent bis 2030 für Erneuerbare Energien im Stromsektor.

Ohne ambitioniertere Ausbaupfade, auch bei Solar- und Bioenergie, Wasserkraft und Geothermie und die kurzfristige Beseitigung der Deckel bei Photovoltaik, Offshore-Wind und flexibilisierter Biomasse werde dieses Ziel nicht erreicht. Auch seien bislang keine wirksamen Perspektiven für die vielen Anlagen entwickelt worden, deren Anspruch auf finanzielle Förderung aus dem EEG nach 20 Jahren ab 2021 endet. Eine CO₂-Bepreisung auch im Stromsektor werde nicht angegangen, was den Altanlagen helfen und zudem die EEG-Kosten erheblich reduzieren würde.



Die Stromerzeugung aus Kohle wurde mittlerweile von der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien abgehängt.