Wasserstoff aus Erdgas – ohne CO2-Emissionen

29 November 2019

Wintershall Dea und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben eine Forschungskooperation zur klimafreundlichen Herstellung von Wasserstoff aus Erdgas vereinbart. Durch die sogenannte Methanpyrolyse lässt sich das im Erdgas enthaltene Methan in gasförmigen Wasserstoff und festen Kohlenstoff trennen. „Dies kann ein wichtiger Baustein für eine künftig klimaneutrale Energieversorgung sein. Denn der Wasserstoff kann als sauberer, CO₂-freier Energieträger verwendet werden und der in fester Form abgeschiedene Kohlenstoff stellt einen wertvollen Grundstoff für verschiedene Industriezweige dar und kann darüber hinaus sicher gelagert werden“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Erdgas könne künftig „noch klimafreundlicher werden, indem wir aus Erdgas Wasserstoff und den enthaltenen Kohlenstoff abtrennen“, sagt Hugo Dijkgraaf, Vorstandsmitglied und Chief Technology Officer von Wintershall Dea. Neben der Methanpyrolyse könnte sauberer Wasserstoff aus Erdgas auch durch Dampfreformierung in Verbindung mit CCS (Carbon Capture and Storage) hergestellt werden.

Wasserstoff gilt in der Energiedebatte zunehmend als Schlüssel für das Gelingen der Energiewende. So könnte schon eine Beimischung von 20 Prozent Wasserstoff im europäischen Gasnetz die CO₂-Emissionen um 60 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren.

Das von Wintershall Dea und KIT auf zunächst drei Jahre angelegte Projekt soll nun Grundlagen für einen künftigen industriellen Einsatz der Methanpyrolyse legen.



Eine Forschungskooperation zur klimafreundlichen Herstellung von Wasserstoff aus Erdgas haben Wintershall Dea und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) vereinbart. Foto: Wintershall DEA