Automatisierungskonzepte für die Gasregelung

19 September 2018

Industrielle Wärmebehandlungsanlagen sind recht verschieden aufgebaut und auch unterschiedlich groß. Die Kommunikation zwischen ihren Komponenten ist daher stets auf die Situation vor Ort und die spezifischen Anforderungen abzustimmen, da es keine Lösung gibt, die für alle Anwendungen gleichermaßen passt. Auf dem Härterei-Kongress stellt Bürkert für die Gasregelung mit Massendurchflussreglern (MFC) unterschiedliche Automatisierungskonzepte vor.

Die Konzepte reichen vom Datenaustausch über die „klassischen“ analogen Normschnittstellen und die digitale Vernetzung mit allen gängigen Feldbus-Protokollen bis hin zu plug-and-play-fähigen MFC-Baugruppen sowie kompletten Schaltschränken, die alle Komponenten für die Regelung der Ofenatmosphäre enthalten.

Datenübertragung

„Für kleinere oder einfachere Wärmebehandlungsanlagen, bei denen nur wenige Daten übertragen werden sollen, ist die klassische Analog-Schnittstelle die beste Wahl“, erklärt Bürkert. Inbetriebnahme und Wartung seien unkompliziert und die Signale ließen sich mit einfachen Hilfsmitteln prüfen. „Die Geräte arbeiten unabhängig von der Steuerung und sind sehr leicht und herstellerunabhängig auszutauschen.“
Sollen neben Soll- und Istwerten zum Beispiel auch Diagnosedaten und Gerätestatus übertragen werden, können die Massendurchflussregler über digitale Schnittstellen kommunizieren: beispielsweise PROFINET, EtherNet/IP, PROFIBUS DP, Modbus TCP, EtherCAT, CANopen oder RS485. Andere Protokolle lassen sich über Gateways und das Bürkert-eigene büS-Netzwerk anbinden. Die Gasregelung werde so Industrie 4.0-tauglich.

Aufbau bereits im Werk geprüft

„Plug-and-play-fähige Komplettlösungen, die sich für eine exakte Dosierung und Protokollierung der Gasmengen einfach an die übergeordnete Steuerung anbinden lassen, sind sowohl mit digitalen als auch analogen Schnittstellen realisierbar“, so das Unternehmen. Die MFC-Baugruppen oder kompletten Schaltschränke würden individuell an die Anwendungsanforderungen angepasst. „Der gesamte fluidische Aufbau wird bereits im Werk geprüft, Installation und Inbetriebnahme vor Ort gehen dann einfach und schnell vonstatten“, erklärt Bürkert.
Bürkert präsentiert sich auf dem Härterei-Kongress vom 16. bis 18. Oktober in der Messe Köln in der Halle 4.1, Stand E-010.