Valve, Armatur, Ebro

Ernährungsindustrie startete mit Umsatzwachstum

Die Lebensmittelbranche kann mit Blick auf den Konsum höherwertiger Lebensmittel zuversichtlich in die Zukunft blicken. Das Konsumklima zeigte sich im September 2018 bei 10,5 Punkten stabil. Das geht aus dem jüngsten Konjunkturreport Ernährungsindustrie der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) hervor.
 
Laut Konjunkturreport halten die gestiegenen Konjunktur- und Einkommenserwartungen der Verbraucher den Index auf hohem Niveau. Lediglich die Anschaffungsneigung der Konsumenten war im September leicht rückläufig. Das Konsumklima notiert nur leicht unter dem Vorjahresniveau. „Den Konsum begünstigt auch der abnehmende Preisdruck bei den Lebenshaltungskosten. Dadurch wird der Konsum höherwertiger Lebensmittel attraktiver“, berichtet die BVE.

Konsumklima und Verbraucherpreise

Im August 2018 stiegen die allgemeinen Lebenshaltungskosten nur um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat, die Lebensmittelpreise sanken sogar um 0,3 Prozent. Im Vorjahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise insgesamt um 2 Prozent, die Lebensmittelpreise um 2,4 Prozent, heißt es weiter.

Im Juli erwirtschaftete die deutsche Ernährungsindustrie einen Umsatz von 14,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 2 Prozent. „Berücksichtigt man hier die weiter gefallenen Verkaufspreise im Export sowie die stabile Verkaufspreisentwicklung im Inland, zeigt sich im Vorjahresvergleich ein deutliches mengenmäßiges Plus von 2,5 Prozent“, berichtet der Konjunkturreport. Der heiße Sommer in Deutschland scheine den Konsum angeheizt zu haben. Produktionseffekte waren dadurch jedoch nicht zu verzeichnen.
Im Vergleich zum Vorjahr ging die Produktion sogar zurück: Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex sank um 1,7 Prozent. „Das Exportgeschäft entwickelte sich im Juli mäßig.“ Insgesamt wurden Lebensmittel im Wert von 4,9 Milliarden Euro exportiert – 0,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
Die Konsumenten greifen auch in diesem Jahr gerne zu Leckereien
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Agrarrohstoffmärkte

Die Preisentwicklung an den Agrarrohstoffmärkten ist das Ergebnis von Angebots- und Nachfrageschwankungen. Preisvolatilitäten können auf witterungsbedingt wechselnde Ernteerträge oder auch auf Wechselkursschwankungen zurückgehen. „Im August 2018 führte eine gute Angebotslage an den Weltmärkten zu stabilen Preisen. Der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel gab nur leicht um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat nach. Damit notierte der Index 4,7 Prozent unterhalb des Vorjahresniveaus“, so die BVE.
Die Rohstoffbeschaffung ist ein zentraler Kostenfaktor in der Lebensmittelproduktion. Steigende Rohstoffkosten belasten die Erträge der Unternehmen zusätzlich und wirken sich mittelfristig auf die Verbraucherpreise aus.

Ausblick

Der monatlich erscheinende ifo-Geschäftsklimaindex ist ein Indikator für die Stimmung und Erwartungen der Ernährungsindustrie. Im September 2018 trübte sich die Stimmung bei den Lebensmittelherstellern etwas ein. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage wie die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate fielen schlechter aus als noch im Vorjahr. Auch die Ertragslage wurde schlechter eingeschätzt als noch im Vorjahresmonat. „Dennoch bleibt der Saldo des Geschäftsklimas positiv und die Unternehmen erwarten insgesamt sowohl eine positive Entwicklung für die Produktion, die Beschäftigung, die Verkaufspreise als auch den Export. Allein an die überdurchschnittlich hohe Dynamik aus dem Vorjahr kann derzeit wohl nicht mehr angeknüpft werden“, heißt es im BVE-Konjunkturreport.

Zunehmender Wettbewerb bei Armaturenherstellern

Unterm Strich dürfen sich Armaturenhersteller weiterhin auf eine funktionierende, große Lebensmittelbranche verlassen. Wenngleich der Markt eine Herausforderung darstellt. Einerseits nehme der Wettbewerb stetig zu, erklärt beispielsweise Ebro. Andererseits gibt es „immer mehr Regelwerke, die es zu erfüllen gilt. Dies führt unweigerlich zu einem erhöhten Aufwand im Bereich Administration, insbesondere der Dokumentation.“
Gleichzeitig strebe die Industrie ständig danach, eine höhere Produktivität zu erreichen. Der steigende Durchsatz führe zu strengeren Hygieneauflagen. Mit der Einhaltung EG 1935 seien die Zulieferer in der Pflicht, die Unbedenklichkeit der Lebensmittel zu gewährleisten.
Ohne Verwendung von Armaturen könnte der Tisch der Konsumenten nicht so reichhaltig gedeckt sein.
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Kundenlösungen bringen es zur Serienreife

„Außerdem muss die dauerhafte Anlagenverfügbarkeit und Reinigbarkeit der Armaturen sichergestellt sein. Dem gegenüber steht eine immer größere Produktvielfalt“, so Ebro. Die Anzahl der Ingredienzien nehme ständig zu: Verschiedenste, sensible Aromen oder Extrakte fänden Verwendung in der Herstellung von Getränken und Lebensmitteln. Dies führe dazu, dass Armaturen zu Hochleistungselementen in den Systemen werden und sie hohen Ansprüchen langfristig genügen müssten.
„Diesen begegnen wir mit innovativen Lösungen für die Zukunft mit dem Ziel, alle Kunden über den Lebenszyklus hinaus mit unseren Produkten zu bedienen. So wächst die Produktpalette ständig und individuelle Kundenlösungen bringen es zur Serienreife“, erläutert Ebro. Die größten Herausforderungen lägen aber wohl im Preisdruck und einer einfacheren Logistik über den Schienenverkehr.
 

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