Sonja Seitz

Sonja Seitz: Zeitmanagement ist alles!

Sonja Seitz hat in Göttingen Wirtschaftspädagogik mit den Schwerpunkten Marketing, Personal und Französisch studiert. Aus dem ursprünglichen Berufswunsch Lehrerin entwickelte sich nach verschiedenen In- und Auslandspraktika der Wunsch nach einer Marketingposition in der Wirtschaft. Heute arbeitet Sie für die Hartmann Valves GmbH, wo sie die Hauptverantwortung für das Marketing trägt.
 
Die Hartmann Valves GmbH liefert Spezial-Kugelhähne und Bohrlochverflanschungen für anspruchsvolle Prozessbedingungen. In Burgdorf-Ehlershausen, wo Werner Hartmann sen. 1946 das Unternehmen gründete, werden laufend maßgeschneiderte Produkte für den weltweiten Einsatz entwickelt. Im Juni 2015 hat Sonja Seitz die Hauptverantwortung für das Marketing des Familienunternehmens übernommen. Dabei meistert sie tagtäglich den Spagat zwischen Arbeit und Familie.

Sonja Seitz hat in Göttingen Wirtschaftspädagogik mit den Schwerpunkten Marketing, Personal und Französisch studiert. Aus dem ursprünglichen Berufswunsch Lehrerin entwickelte sich nach verschiedenen In- und Auslandspraktika der Wunsch nach einer Marketingposition in der Wirtschaft. So begann sie im Jahr 2005 als Marketing Managerin bei der Firma Trebing + Himstedt in Schwerin, einem mittelständischen IT-Unternehmen für intelligente Produktionsanbindungen. Hier hatte Seitz durch die Gremienarbeit im Bereich Automatisierung auch bereits Kontakt zu einigen Armaturenherstellern.
Im April 2012 kam dann Sohn Arno zur Welt und Sonja Seitz ging ein Jahr in Elternzeit. Während dieser Zeit zog die Familie in den Heimatort Ehlershausen. Zurück im Beruf wechselte Seitz die Zielgruppe und nahm das Personalmarketing und die Personalentwicklung in Angriff. Jetzt arbeitete sie in Teilzeit und viel vom 250 Kilometer entfernten Homeoffice aus. Im Juni 2014 kam Tochter Annabell zur Welt, worauf wieder ein Jahr Elternzeit folgte.

Flexibler Arbeitgeber gesucht
Während dieser Zeit schaute Sonja Seitz sich nach einem familienfreundlichen Arbeitgeber in der Region um. Die Firma Hartmann kannte sie bereits aus ihrer Kindheit, als sie zusammen mit den Hartmann-Brüdern die Grundschule besucht hatte. Knapp 25 Jahre später traf sie nun die Ehefrau von Werner Hartmann beim Kinderturnen. „Auf der Website hatte ich erfahren, dass Hartmann Valves mittlerweile auf rund 150 Mitarbeiter angewachsen und international tätig war. Und es gab noch keine hauptverantwortliche Person fürs Marketing“, erklärt sie. So reichte sie kurzerhand eine Initiativbewerbung ein. „Meine Bewerbung passte gut zum aktuellen Bedarf des Unternehmens und für mich war es perfekt. Ich kann mit dem Fahrrad zur Kita und weiter zur Arbeit fahren.“ Auch sonst zeigte sich das Unternehmen familienfreundlich: „Mir wurden verschiedene Teilzeitmodelle angeboten, ich habe Gleitzeit und die Möglichkeit, vom Homeoffice aus zu arbeiten“, so Seitz weiter.
Von dieser Flexibilität profitieren beide Seiten: „Bei Bedarf kann ich Nachmittagstermine wahrnehmen und auch Messepräsenzen sind dank der Großeltern kein Problem“, beschreibt die 37-jährige Geschäftsfrau. Auch wenn nachmittags mal schnell noch ein Entwurf weitergeleitet werden muss oder jemand eine Frage hat, ist Seitz erreichbar. „Durch den großen Teil an externer Kommunikation im Marketing und meinen direkten Einfluss auf Terminvereinbarungen sind meine flexiblen Arbeitszeiten sehr gut realisierbar“, erklärt sie weiter.

Anspruchsvolles Zeitmanagement
Ein typischer Arbeitstag beginnt für Sonja Seitz damit, Deadlines zu prüfen, sich mit der Medienagentur abzustimmen und dann die anstehenden Aufgaben möglichst effektiv anhand von To-do-Listen abzuarbeiten. „Outlook und mein Telefon sind für mich die Hauptarbeitsmittel. Meist arbeite ich im Büro, nur zu Messen oder anderen Terminen bin ich außer Haus unterwegs“, erläutert sie. Um 14 Uhr ist der Büroalltag auch in der Regel schon wieder vorbei, Arno und Annabell wollen nun von der Kita abgeholt werden. „Die größte Herausforderung ist deshalb tagtäglich das Zeitmanagement. Im Marketing kann man ja immer noch mehr machen – und wir stehen gerade erst am Anfang“, bemerkt sie. „Oft laufen zusätzlich zum Tagesgeschäft mehrere Projekte gleichzeitig, so wie aktuell eine neue Website, Produktvideos und 2018 stehen die großen Messen Achema und die Valve World an.“ Fachlich liegt die größte Herausforderung für Sonja Seitz darin, die richtigen Kanäle zu wählen, um die Zielgruppe mit der richtigen Botschaft zu erreichen. „Das macht den Job aber auch wieder besonders spannend.“

Menschen begeistern
Neben der Familienfreundlichkeit ihres Arbeitgebers macht Sonja Seitz ihr Beruf auch inhaltlich viel Spaß. „Ich mag es, wenn sich Menschen begeistern lassen“, erklärt sie, „seien es Kunden für innovative Konstruktionen und Qualität, Mitarbeiter, die sich für die spannenden Tätigkeiten und den Arbeitgeber begeistern oder auch junge Menschen, die sich für unsere Technik und die Firma interessieren. Als letztes Jahr bei unserem Jubiläumsforum Kunden mit strahlenden Augen von Hartmann Lösungen berichteten, strahlten natürlich auch die Kollegen – von den Abteilungsleitern bis zu den Produktionsmitarbeitern. Da hat sich der Organisationsaufwand dann doppelt gelohnt.“ Aber auch einen „Hidden Champion“ in der Außenwirkung voranzubringen, fasziniert sie: „Wir sind in den Bereichen Öl & Gas und Geothermie sehr bekannt, haben aber beispielsweise in der Chemiebranche noch großes Potenzial. Nach Asien haben wir schon viele Armaturen für extreme Druck-, Temperaturstufen oder aggressive Medien geliefert - meine Aufgabe ist es jetzt, diese Referenzen verstärkt nach Europa zu bringen.“
Last but not least ist für Sonja Seitz auch die Zielgruppe spannend. „Im Gegensatz zu schnelllebigen Branchen wie der Konsumgüterindustrie zählen bei unseren Industriekunden in der Regel noch Qualität, passende Lösungskonzepte und Vertrauen“, erläutert sie ihre Leidenschaft.

Und wie sieht die Zukunft der Geschäftsfrau und Mutter aus? Im Moment ist Sonja Seitz wunschlos glücklich: „Ich habe einen spannenden Job, der mir Spaß macht und maximale Zeit mit meiner Familie. Was will man mehr?“

 

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