Wasserversorger nutzt Profinet Stellantriebe

11 März 2019

Profinet als Kommunikationstechnologie gewinnt auch in Skandinavien an Bedeutung. In der Kläranlage Måløv in Dänemark wurden bei einer Modernisierung AUMA Stellantriebe mit Profinet-Schnittstelle installiert. Betreiber der Anlage ist Novafos, einer der großen Wasserversorger im Großraum Kopenhagen.

In einem ersten Schritt wurden fünf Drehantriebe SA .2 mit intelligenter Stellantriebs-Steuerung AC .2 und Profinet-Schnittstelle integriert. Die Stellantriebe sind, ebenso wie andere Feldgeräte, in Punkt-zu-Punkt-Topologie mit lokalen Profinet-Controllern verbunden.

„Wir haben uns für Profinet entschieden, da es sich um ein offenes Industrial Ethernet Protokoll mit standardisierten Strukturen handelt“, erklärt Betriebsleiter Søren Præstiin. „Unter Profinet lassen sich Dinge wie sicherer Remote-Zugriff und Webdienste einfach konfigurieren, sowohl auf Feldgeräteebene als auch auf Anlagenebene. Dies sind Funktionen, die für uns in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden.“ An den AUMA Stellantrieben gefiel Novafos vor allem die direkte Profinet-Anbindung, die ohne zusätzliche Gateways auskommt.

Novafos betreibt 17 Trinkwasseraufbereitungsanlagen und 18 Kläranlagen mit einer Gesamtkapazität von rund 20 Millionen Kubikmetern Wasser pro Jahr. Mehr als 400 AUMA Stellantriebe sorgen in diesen Anlagen bereits für die Armaturenautomatisierung.

Profinet ist robust „und mit Übertragungsraten von 100 Mbit/s sehr schnell“, erläutert AUMA. Funktionen zur Netzwerkdiagnose und automatischen Konfiguration sowie zahlreiche Alarmfunktionen vereinfachen Inbetriebnahme und Betrieb. „Profinet-Systeme sind zudem sehr flexibel hinsichtlich Netzwerktopologie (Punkt-zu-Punkt-, Linien- und Ringtopologien) und Übertragungsmedium (Kupferkabel, Lichtwellenleiter, drahtlos).“

Jens Ulrik Jensen (AUMA) und Søren Præstiin (Novafos) mit einem der neuen Profinet Stellantriebe von AUMA auf der Kläranlage Måløv (v.li.)