Absperrklappen werden in Solaranlagen herausgefordert

04 Februar 2019

Die Zahl der Solaranlagen steigt weltweit an: Wurden Mitte der Achtziger Jahre in der kalifornischen Wüste die ersten Solaranlagen mit einer Leistungsfähigkeit von 350 MW in Betrieb genommen, so erreichen Solaranlagen dank technischer Innovationen heute eine Leistungsstärke von 3.000 MW. Absperrklappen in den Rohrleitungen steuern hier den Durchfluss der Flüssigkeiten. Auf diesen wachsenden Markt hat sich der Hersteller „QUADAX“ eingestellt. Dessen 4-fach-exzentrische Absperrklappe kommt weltweit in Thermosolaranlagen zum Einsatz „und bietet wichtige Vorteile für Prozesssicherheit und Wirtschaftlichkeit“, betont das Unternehmen.

Kosten und Effizienz von thermischen Solaranlagen hängen vom verwendeten Trägermedium ab. Die Nutzung von HTF (Heat Transfer Fluids) oder Salzschmelze (Molten Salt) bietet im Vergleich zu Wasser den Vorteil, dass hohe Drücke und große Rohrleitungsnennweiten vermieden werden. Allerdings entstehen durch die Nutzung von HTF oder Molten Salt sehr hohe Temperaturen und aggressive Bedingungen in der Anlage. Aufgrund dieser Bedingungen bedarf es einer absolut dichten Armatur aus speziellen Materialien, welche die höchsten Dichtigkeitsanforderungen am besten erfüllt und ein besonders kompaktes Design aufweist.

Spezielle Materialien

HTF ist eine Zusammensetzung verschiedener aus Benzol hergestellter aromatischer Kohlenwasserstoffe, welche die Wärmeenergie optimal speichern können. Nachteilig sind die hohe Toxizität und Aggressivität des Öls, die zum Verschleiß der Rohrleitungen führen. Daher bestehen die entsprechenden QUADAX Absperrklappen aus speziellen Materialien und sind mit einem graphitfreien Dichtsystem versehen. Zudem kann es ab Temperaturen von +400 °C zu Leckagen kommen, die zu Umweltschäden führen können. Salzschmelze als Trägermedium hingegen ist ein umweltfreundlicheres und kostengünstigeres Trägermedium, das bei Temperaturbereichen bis zu +500 °C eingesetzt werden kann. Allerdings erfordern Partikel in der Salzschmelze anspruchsvolle Ventilkonstruktionen, um Ablagerungen zu vermeiden.

Die 4-fach-exzentrische Absperrklappe von QUADAX besitzt die Besonderheit einer kreisrunden Dichtgeometrie mit ringsum identischer Materialstärke „für ein homogenes Zusammenziehen und Ausdehnen der Dichtung, gerade bei extremen Druck- und Temperaturschwankungen“, so das Unternehmen. „Dabei sind die Absperrklappen absolut frei von Leckage. Höhere KV-Werte (Wasserdurchfluss in m³ / h) und ein reduziertes Gewicht der Armaturen ermöglichen einen verringerten Kostenaufwand.“ Die Langlebigkeit der Ventile sorge für geringe Instandhaltungskosten.

QUADAX ist ein Teil der müller co-ax Gruppe, ein Familienunternehmen mit 60 Jahren Erfahrung im Ventilbau.

Bildunterschrift:
Die 4-fach-exzentrische Absperrklappe von QUADAX kommt weltweit in Thermosolaranlagen zum Einsatz.